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Stoppt Isst du heute bei McDonalds? Wir wollen dich nicht davon abhalten, sondern nur KundInnen und Angestellte darüber informieren, dass McDonalds vielleicht nicht allzu saubere Hände hat. Tatsächlich gibt es eine Verbindung zwischen frischen Salaten, lustigen Clowns, grinsenden Bossen und der blutigen Besetzung des Iraks.
Dem medizinischen Fachmagazin „The Lancet“ zufolge hat die Besatzung des Iraks den Tod von etwa 100.000 Menschen verursacht (diese Zahlen sind inzwischen etwa ein Jahr alt). In Gefängnissen im Irak werden Menschen bekanntlich von amerikanischen und englischen Besatzern gefoltert. Die irakische Wirtschaft wird privatisiert und die Gewinne aus der Ölförderung fließen in die Kassen von US-Konzernen. Zur selben Zeit werden die WiderstandskämpferInnen im Irak, die täglich Attacken gegen militärische Ziele durchführen, von den kapitalistischen Medien als „Terroristen“ gegeißelt. Möchten Sie einen McTank oder eine BigMissile? Die Bosse von McDonalds in den USA haben sich entschieden, den Eroberungsfeldzug von Bush und Blair zu unterstützen. Aber auch die McDonalds-Filialen in anderen Ländern sind nicht neutral. Ein großer Teil des Umsatzes, der weltweiten McDonalds Fressbuden fließt an den amerikanischen Mutterkonzern. Im Geschäftsbericht für 2004 verzeichnet der deutsche Teil des Unternehmens einen Rekord des Nettojahresumsatzes von 2,3 Mrd. Euro!!! Vergleicht mensch den Teil des Umsatzes, der z.B. aus Dänemark an die Unternehmensleitung in den USA fließt - mehr als 5% des Profits, d.h. 9,5 Mio. US-$ - wäre das für Deutschland eine Abgabe von 115 Mill. Euro!!! Die deutsche Unternehmensleitung hüllt sich in Schweigen, wenn es um die Offenlegung genauer Zahlen geht - klar, wer gibt schon gern zu, wie viel Geld er zur Tötung von 100.000 Menschen sponsert? Auch McDonalds Deutschland gibt also eine riesige Menge Geld für die Unterstützung der Gewalt gegen die IrakerInnen aus. McDonalds’ Anteil an diesem System, dem Kapitalismus, beschränkt sich nicht nur auf die Unterstützung der Besatzung des Iraks. Die andere Seite derselben Medaille ist das Ausnutzen billiger Arbeitskraft. Das Unternehmen beschäftigt hauptsächlich junge Leute (z.B. SchülerInnen und StudentInnen) mit einer schwachen Position auf dem Arbeitsmarkt. Die Beschäftigten arbeiten auf der Basis unsicherer Arbeitsverträge für geringen Lohn. Nur wenige Beschäftigte haben - entgegen den Aussagen des Geschäftsberichtes - eine sichere Anstellung. McDonalds hat sich vielmehr immer damit einen Namen gemacht, dass es sehr strikt gegen die gewerkschaftliche Organisierung seiner „MitarbeiterInnen“ vorging. Wie mensch sieht, gibt es genügend Gründe – mal abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt – nicht beim McDonalds zu essen. Jedoch ist ein individueller Boykott von Großkonzernen kaum effektiv, solange er nicht mit der Unterstützung der organisierten ArbeiterInnen selbst verbunden ist. Deshalb wollen wir mit dieser Kampagne die MitarbeiterInnen dazu aufrufen, sich zu organisieren und Betriebsräte zu wählen. Nur so können sie gegen schlechte Arbeitsbedingungen sowie gegen die proimperialistische Politik des Unternehmens kämpfen. Auch die KundInnen von McDonalds wollen wir hiermit informieren und zur Solidarität aufrufen. Aktionen, die von vielen unterstützt werden und eine breite Öffentlichkeit erreichen - Boykotts, Blockaden, Streiks - können bessere Arbeitsbedingungen erreichen und die imperialistische Linie von McDonalds stoppen. Stop McBesatzung!!! |
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